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EINIGE PÄDAGOGISCHE ASPEKTE
Kinder sind gerade beim Umgang mit Tieren besonders lernfreudig. Sie können an und mit dem Tier Dinge leicht lernen, die ihnen in einem anderen Zusammenhang viel schwerer fallen. Sie lernen sich zurückzunehmen, sich einzufühlen, mit Verantwortung zu tragen, zuzuhören oder zuzuschauen, eine Beziehung aufzubauen und tolerant bzw. duldsam zu sein. Alle diese einzelnen Fähigkeiten werden heute unter dem Begriff "Sozialkompetenz" zusammengefasst. Und so gibt es Studien, die tatsächlich aufzeigen, dass Kinder mit Tieren mehr Sozialkompetenz erworben haben, als Kinder, denen diese Erfahrung versagt blieb. Ein Tier ist, wenn man die Kinder entsprechend anleitet ,eine echte Erziehungshilfe.
Wie lässt sich beschreiben, was da geschieht?
Betrachten wir zuerst den Alltag ,den viele Kinder und Eltern erleben, vor allem, wenn man in der Stadt lebt : Die Schule mit den Hausaufgaben nimmt einen beträchtlichen Teil der Zeit des Tages ein. Der Tagesablauf ist oft so strukturiert, dass man am Morgen schon weiß, welche Stundenfolge(Schule)und welche Freizeitangebote es geben wird und zu welcher Stunde man Abends wieder Daheim ist. Es muss nicht so sein, ist aber vielfach so. Obwohl eine derartige Planung Sicherheit und Verlässlichkeit mit sich bringt, bleibt doch leicht etwas auf der Strecke : Das Spontane, das Unvorhergesehene, das Träumerische, das Kreative ,das unbeschwerte Leben im Hier und Jetzt. Viele Kinder empfinden diesen Mangel, ohne es verbalisieren zu können und reagieren mit einer Art Grundverstimmung , mit Stauungen und den dazugehörigen Ausbrüchen oder mit einem unfriedlich erscheinenden Genervtsein. Diese Gefühle lassen sich ja meist auf, sobald man einen schönen Ausflug in die Natur macht, wo es möglich ist z. B. mit Wasser zu spielen, ein Feuer zu entzünden oder etwa ein Baumhaus zu bauen. Nur :Der Alltag gibt diese Situationen gar nicht immer her ! Ist nun ein Haustier daheim, wie etwa eine Katze, so erleben wir, wie wir in der Begegnung mit dem Tier unmittelbar in einen besonderen Raum mitgenommen werden. Es ist ein Raum der Stille, der Zeitlosigkeit, des Hier und Jetzt. Und dieser Raum hat Weite, die Weite, die dem Alltag so leicht abhanden kommt.
Einige Beispiele:
- Beim Hineingehen ins Haus warten dort freudig erhobenen Schwanzes die Kätzchen. Sie kommen auf ihre Menschen zu und lassen sich gerne streicheln. Diese Begrüssungszeremonie geniessen alle, die Kinder sind sofort verzaubert.
- Das Füttern ist dran. Wir rufen und die Katzen kommen. Das genüssliche Schlecken und Futtern der Tiere wird mit grosser Anteilnahme begleitet. Es ist für Kinder etwas tief Befriedigendes, Tiere füttern zu dürfen. Das kennt jeder.(Vielleicht ist es die Erfüllung eines urmenschliches Bedürfnisses :Die Erde mit Pflanze und Tier so zu versorgen, dass alles gedeiht.)
- In der Mittagspause liegen die Kinder mit ihren schnurrenden Kätzchen auf den Betten. Eine grosse Gemütlichkeit und Ruhe verbreitet sich.
Die Wirkung dieser den Alltag durchziehenden Erlebnisse ist erstaunlich:
Mehr Ausgeglichenheit, Fröhlichkeit und mehr Ruhe zeichnen sich in der Familie ab.
Um Missverständnissen vorzubeugen:
Ein Haustier kann natürlich nicht die eigentliche Erziehungsarbeit ersetzen, es unterstützt und ergänzt sie eben auf eine besondere Weise .
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